Ein kleiner Albtraum wird wahr

Meine Freundin verlor ihren Vater als sie 8 Jahre alt war.

 Sie hat es glaube ich bis heute nicht verkraftet.

Ich habe immer schon versucht, den Tod weit von mir wegzuschieben.

Ich wusste zwar, dass wir alle sterben müssen aber ich hab mir immer vorgestellt, dass die Personen, die mir nahe stehen, erst sterben müssen, wenn sie alt sind.

Als ich mir meine Theorie zurechtlegte war ich ein Kind. Und ich dachte mir, dass man ab 60 Jahren beginnt alt zu sein.

Meine Mutter wurde letztes Jahr 60 Jahre alt. Die Wochen davor und auch danach waren für mich ein einziger Horror.... Dies war der Zeitpunkt, ab dem ich den Tod nicht mehr weit von mir weg schieben konnte. Und das war auch der Zeitpunkt, an dem ich in mein tiefstes Loch fiel.

24.6.10 00:26, kommentieren

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Verdammt lang her....

Heute bin ich zum ersten mal seit langer Zeit wieder in diesen Blog gegangen. Die Dinge, die ich geschrieben habe erscheinen mir so irreal. Das war 2008 und ich hab in der Zeit bis heute einfach alles vergessen oder falsch gemacht.

Die Löcher, die ich hatte wurden immer schwärzer und tiefer und die Abstände dazwischen immer kürzer.

Meine Guten Vorsätze, den Augenblick zu leben, hatte ich absolut vernachlässigt.

Ich arbeite jetzt zwar wieder daran aber die letzten beiden Jahre wurden durch aufsteigende Panik und Ängste beherrscht.

 Seit Anfang des Jahres habe ich eine nette Therapeutin, die mir hilft, mein erlerntes Muster zu durchbrechen.

Die Ängste habe ich jetzt besser unter kontrolle (meistens jedenfalls).

 

24.6.10 00:09, kommentieren

Die Tage nach Morgen

Morgen ist es nun soweit.

Ich werde operiert. Seit letzter Nacht bin ich nun doch etwas nervös.

Wieder einmal die Angst vor dem Ungewissen.

Doch ich bin zuversichtlich (oder versuche es wenigstens)

Wenn ich wieder auf den Beinen bin, wird es einschneidende Veränderungen in meinem Leben geben.

Die Pläne sind gemacht (natürlich gibt es hier und da noch verschiedene Dinge zu klären und umzustellen) und ich bin zuversichtlich, dass die geborene Idee sich auch umsetzen lässt.

Ich freue mich auf das Leben, wie es mich erwartet.

Meine Pläne stelle ich vor, wenn ich konkret daran arbeite.

26.2.08 12:44, kommentieren

LEBE DEN AUGENBLICK

Mein Leben verläuft nicht so düster, wie es sich auf den beiden ersten Einträgen liest.

Wer mich kennt, weiss, dass ich für jeden Spaß zu haben bin. Ich bin in letzter Zeit nur etwas aus dem Gleichgewicht gekommen.

Seit ich Mama bin, beschäftigen mich Krankheiten, Unfälle und der Tod ständig.

Zu lernen und zu verstehen, dass man sich um die Dinge kümmern und vor allem die Dinge genießen muss, die jetzt wichtig sind, hätte ich ohne meine liebe Heilpraktikerin Elvira nicht geschafft. Selbst mein Mann und meine beste Freundin konnten mir nicht helfen obwohl sie wirklich ganz toll und immer für mich da waren

So verrückt es klingt. Ich war so eingefahren mit meinen Ängsten, dass ich den Sinn des Lebens komplett aus den Augen verloren hatte. Nämlich den, den Augenblick zu genießen.

Ich habe den Blog eröffnet damit ich, falls ich noch einmal in dieses schwarze Loch fallen sollte, hier an den Anfang zurückgehen kann. Ich hoffe zwar, dass dies nicht mehr passiert. Aber ich weiß leider aus eigener Erfahrung, dass die Menschen immer wieder in ihr altes Schema zurückfallen.

19.2.08 09:17, kommentieren

ÄNGSTE UND DIE VORSTELLUNG SIE MEISTERN ZU KÖNNEN

Mir fällt es nicht leicht, den Tod zu akzeptieren.

Es verunsichert mich, dass ich keinen Einfluss darauf nehmen kann.

Ich muss lernen, die Dinge, insbesondere den Tod, so zu nehmen, wie sie geschehen.

Die Vorstellung, dass ich alle mir bekannten und vertrauten Seelen an einem Ort wiedertreffe, hilft mir, mit Verlusten fertig zu werden.

(Soweit zur Theorie)

Ich denke eine meiner Lernaufgaben, die ich in diesem Leben habe, ist es, Dinge, die ich nicht ändern kann zu akzeptieren.

Zur Zeit werde ich andauernd mit sterbenden Menschen konfrontiert. In der Nachbarschaft, im Freundeskreis, in der Verwandtschaft.

Zum Glück blieb mir der Verlust eines nahen Familienmitgliedes bisher erspart.

Bevor ich mit meiner Freundin und Heilpraktikerin über meine Ängste gesprochen hatte, war mein Leben ständig auch von Schuldgefühlen geprägt. Schuldgefühle, weil ich z.B. nicht oft genug Zeit mit meinem Hund verbracht hatte, bevor er starb, ich meinen Opa nicht mehr im Krankenhaus besucht hatte etc.

Die Einstellung, dass wir uns alle wiedersehen um gemeinsam in ein neues Abenteuer zu starten, hilft mir loszulassen und mich nicht mehr mit Dingen zu belasten, die ich ohnehin nicht mehr ändern kann.

Ich will versuchen, die Fehler, die mich belastet haben, nicht mehr zu wiederholen.

Dazu gehört auch, dass ich mehr Selbstvertrauen in mich entwickle und auch voll hinter meinen getroffenen Entscheidungen stehe.

Es bringt mir nichts mich immer und immer wieder zu fragen, "Ist es richtig, dass ich offen meine Meinung gesagt habe?"

Solange ich niemandem körperlichen oder geistigen Schaden zufüge, ihn so akzeptiere und liebe, wie er ist, werde ich mich auch lieben und akzeptieren können.

Das sind meine Vorsätze für ein freieres Leben. Ein Leben ohne ständige Schuldgefühle.

 

19.2.08 08:56, kommentieren

Warum trauernde Engel?

Wenn ein Mensch stirbt trauern wir Zurückgebliebenen um ihn. Darum, dass wir ihm nichts mehr mitteilen können; wir vielleicht keine Chance mehr hatten, ihm unsere Gefühle zu vermitteln, dass wir ihn liebten, achteten, ihm zu sagen, wie er unser Leben bereichert hatte und wir ihn schrecklich vermissen werden.  

Wenn ein Kind geboren wird, trauern die Engel.

Sie trauern, weil sie die Seele vermissen, die zurück auf die Erde gegangen ist, um bestimmte Eindrücke zu sammeln.

Wenn ein Mensch stirbt freuen sich die Engel, weil endlich die vermisste Seele wieder an ihrem Platz ist...

...so lange, bis sie wieder neue Endrücke sammeln will...

...und wir uns freuen, weil ein Kind geboren wurde.

1 Kommentar 19.2.08 01:50, kommentieren