ÄNGSTE UND DIE VORSTELLUNG SIE MEISTERN ZU KÖNNEN

Mir fällt es nicht leicht, den Tod zu akzeptieren.

Es verunsichert mich, dass ich keinen Einfluss darauf nehmen kann.

Ich muss lernen, die Dinge, insbesondere den Tod, so zu nehmen, wie sie geschehen.

Die Vorstellung, dass ich alle mir bekannten und vertrauten Seelen an einem Ort wiedertreffe, hilft mir, mit Verlusten fertig zu werden.

(Soweit zur Theorie)

Ich denke eine meiner Lernaufgaben, die ich in diesem Leben habe, ist es, Dinge, die ich nicht ändern kann zu akzeptieren.

Zur Zeit werde ich andauernd mit sterbenden Menschen konfrontiert. In der Nachbarschaft, im Freundeskreis, in der Verwandtschaft.

Zum Glück blieb mir der Verlust eines nahen Familienmitgliedes bisher erspart.

Bevor ich mit meiner Freundin und Heilpraktikerin über meine Ängste gesprochen hatte, war mein Leben ständig auch von Schuldgefühlen geprägt. Schuldgefühle, weil ich z.B. nicht oft genug Zeit mit meinem Hund verbracht hatte, bevor er starb, ich meinen Opa nicht mehr im Krankenhaus besucht hatte etc.

Die Einstellung, dass wir uns alle wiedersehen um gemeinsam in ein neues Abenteuer zu starten, hilft mir loszulassen und mich nicht mehr mit Dingen zu belasten, die ich ohnehin nicht mehr ändern kann.

Ich will versuchen, die Fehler, die mich belastet haben, nicht mehr zu wiederholen.

Dazu gehört auch, dass ich mehr Selbstvertrauen in mich entwickle und auch voll hinter meinen getroffenen Entscheidungen stehe.

Es bringt mir nichts mich immer und immer wieder zu fragen, "Ist es richtig, dass ich offen meine Meinung gesagt habe?"

Solange ich niemandem körperlichen oder geistigen Schaden zufüge, ihn so akzeptiere und liebe, wie er ist, werde ich mich auch lieben und akzeptieren können.

Das sind meine Vorsätze für ein freieres Leben. Ein Leben ohne ständige Schuldgefühle.

 

19.2.08 08:56

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